Festivalleitung und Team U2B free filmmakers

Drei Menschen, zwei Männer und eine Frau, stehen im Freien, wobei die Frau mit einer Kamera auf einem Stativ arbeitet. Die Szene ist grün und naturbelassen.
Regisseurin Bettina Höchel
Zwei Menschen sitzen in einem Raum, ein Mann trägt eine schwarze Lederjacke und eine Frau trägt eine Brille und sitzt neben einer Videokamera.

Bettina Höchel Festivalleitung hoechel-film.com

https://www.youtube.com/@filmgugger-festival

Geboren in Neustadt an der Weinstraße und international ausgebildet in Anglistik, Theologie und Filmregie, ist Bettina Höchel Diplom-Filmemacherin, die ihre Werke eigenständig von der Idee bis zum Schnitt realisiert. Seit 2000 arbeitet sie als freie Regisseurin mit Fokus auf gesellschaftspolitische Themen und hat über 130 Filme sowie Musikvideos mit namhaften Künstlern und Filmschaffenden umgesetzt. Seit 2021 veranstaltet Bettina Höchel das FilmGugger Filmfestival in Neustadt/Weinstrasse. Das Kurzfilmfestival ist ein Ort der Reibung, des Formulierens von Haltungen, Positionen und Gefühlen in Bildern. die Filmgugger zeigen kontroverse Filme, die inhaltlich erstaunen und provozieren. Junge und ältere Menschen stehen sich heute näher als die Generationen davor. Deshalb sollte ein Film den Perspektiven aller Generationen gerecht werden. Die Widersprüchlichkeiten der Wirklichkeit dürfen nicht ausgespart werden. Nur so kommt es zur Begegnung auf Augenhöhe.
Filme, die uns ansprechen, berühren uns. Was meine Augen im Äußeren sehen ist immer verbunden mit unserer Gefühls- und Gedankenwelt.

BIO/FILMOGRAPHIE

Born in Neustadt/Weinstraße, unterhalb des Hambacher Schlosses. Studium der Anglistik, Amerikanistik, Theologie und Filmregie in Dublin/Irland, Denton/Texas, Würzburg, München und Köln. 
Bettina Höchel ist Dr.phil.(Anglistik/Amerikanistik), Dipl. Theol. und Dipl. Filmemacherin, Drehbuchautorin, Produzentin und Filmschaffende, die auch eigene Autorenfilme vom Drehbuch, Logistik und Regie bis zur Filmmontage selbst realisiert.
Nach ihren Experimentierjahren in Dublin drehte Bettina Höchel Musikvideos und Stage Performances für die Band U2 und in den USA mit der Musikerfamilie Sarah Lee Guthrie und Johnny Irion, Tochter des Woodstockstars Arlo und Enkelin von Woody Guthrie („This Land is Your Land“). Zusammen mit dem bekannten Kabarettist Urban Priol unter den Regisseuren Prof. Christopher Balme/Uni München, Prof. Hilary Duffield/Uni Trier und Jeremy Wooding/London stand sie auf den Bühnenbrettern.
Nach Filmlehrjahren bei Dominik Graf, Peter F. Bringmann, Heinrich Breloer, Jeannine Meerapfel, Horst Königstein/NDR, Alfred Biolek/Köln, der wunderbaren Filmproduzentin Annette Pisacane/Cameo-Film Köln und der Zusammenarbeit mit dem Videokünstler Matthias Neuenhofer, dem Special Effects Filmemacher Roger Kleiber, sowie dem british film director Jeremy Wooding (Bollywood Queen, The Magnificent Eleven, Blood Moon und Burning Men/Cannes 2018), Antonio Falduto/Italien und dem Drehbuchautor Markus Busch ist Bettina Höchel seit 2000 freie Filmemacherin von Autorenfilmen, Dokumentar- und Experimentalfilmen.
Politischen, zeitaktuellen und sozialkritischen Themen fühlt sich Bettina als Hambacherin besonders verpflichtet, insbesondere Themen über Freiheit und Demokratie in Bezug zum Hambacher Fest von 1832, ihrem geschichtsträchtigen Geburtsort. 
Bettina Höchel hat über 130 Kurz- und Langfilme, Autorenfilme und Musikvideos gedreht u.a. mit Götz George, Joachim Król, Heinz Hoenig, Hansa Czypionka, Ralph Herforth, Nina Hoger, Hans-Werner Mayer, Traute Hoess, Kathryn Altaras, Hannes Jaenicke, Alexander Calvelli u.v.m.

Filmographie – nur neuere Auswahl
2018 Roots to the Future – Die Gedanken sind frei - ein Film mit und über das Singer-Songwriter Duo Sarah Lee Guthrie (Enkelin von Woody Guthrie und Tochter des Woodstockstars Arlo Guthrie) und Johnny Irion (Großneffe John Steinbecks und Bandleader der Band US-Elevators).
2019 Intermediale Video und Klanginstallation Weingut Müller-Catoir in Neustadt/Weinstraße Haardt.
2019 TrumpelsWolfstheater – Der Wolf und das Freiheitslied
2020 Tales of Coronien - spaßige Kurzfilme zur Pandemie:
– show me the way to the next cinema zeigt die bedingungslose Liebe der Cineasten zum Kino im Kultur-Lockdown.
– distance or die zeigt ein Duell zweier Revolverhelden in Pandemiezeiten.
– Odysee im Impfraum  werden Wettkämpfe um die begehrten Impfspritzen veranstaltet.
– shut up lockdown – net guud genuuch  Hier käpmft ein Musiker gegen den Kulturlockdown.
– Spuken oder Spucken – a spell or a spit for Mary Poppkins Das magische Kindermädchen
darf aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr unter die kleinen Menschen. 
2021 Pfalz Kurzfilmtage - Initiatorin und Organisatorin des ersten 5-tägigen Open Air Kurzfilmfestivals in Neustadt/Weinstraße.
2022 Zaster Eaten und Miss Gunst  Kurzfilm über das entbehrungsreiche Leben von Künstlern und einem verzaubernden Lichtstrahl im Projektor.
2022 Der Traum der Kunigunde  Film über die märchenhafte Kunigunde Kirchner, die Retterin der heutigen Demokratiestadt Neustadt an der Weinstraße und ihre Gedanken zur heutigen Freiheit und zur Gleichberechtigung der Frauen. 
2022 Kunigunde in Quarantäne  Noch mit 300 Jahren und inzwischen bettlägerig sucht Kunigunde Lösungspläne für eine Stadt in Nöten
2022 Meine, Deine, Unsre Freiheit? Eine Probe‍ ‍
Eröffnungsfilm zum Kinoabend der Freiheit zum Demokratiefest Neustadt /Weinstrasse
seit 2023 Festivalleitung der FilmGugger – das FilmFanFestival der Pfalz im Roxykino in Neustadt/Weinstraße
mit jeweils eigenen Kurzfilmen entsprechend der Mottothemen der Festivals
2024 FestivalleitungFilmGugger - Festivalmotto: Irre - Sind wir noch ganz normal?
2024 Der Corona-Code oder Münchausens AngstVirus - Kurzfilm zum Filmfestivalmotto
2025 FestivalleitungFilmGugger - Festivalmotto: Forever Young - und dann?
2025 Be-You-Tiful - Kurzfilm zum Festivalmotto
2026 FestivalleitungFilmGugger - Festivalmotto: Die Goldenen 20er - Reloaded

Filmgespräche FilmGugger Festival

Filmgespräch Bettina Höchel mit dem Jazzmusiker und Komponisten Chris Jarrett
Filmgespräch Bettina Höchel mit dem Oscarpreisträger Christoph Lauenstein
Filmgespräch auf dem FilmGugger Filmfestival : Bettina Höchel und Adriane Moll

Die FilmGugger suchen Verstärkung

Meldet Euch gerne bei uns, wenn Ihr Filmenthusiasten seid.

INTERVIEW MIT BETTINA HÖCHEL    
Kultursommer Rheinland-Pfalz der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur
Nov 2025

Einige wenige Kultursommer-Projekte 2025 begleiten uns noch in den November. Darunter auch FilmGugger, das FilmFanFestival der Pfalz. Wir freuen uns besonders, Bettina Höchel, die Leitung des Festivals dazu interviewt haben zu dürfen:

Wer bist du – und was machst du?
Ich bin Bettina Höchel, Diplom Filmemacherin und Regisseurin aus Neustadt an der Weinstraße. Nach dem Studium der Amerikanistik und Theologie, studierte ich Filmregie in Dublin, Denton/Texas, München und Köln.
Seit 2000 drehe ich als freie Regisseurin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin Kurz- und Langfilme und Musikvideos, vom Erzählerischen bis hin zum Experimentellen. Als Autorenfilmerin liegt mein Fokus auf der Spannungsebene Mensch und Gesellschaft, wobei das Thema Demokratie und Freiheit immer einen zentrale Rolle spielt.
Seit 2022 veranstalte ich jährliche als Kuratorin und Festivalleiterin die „FilmGugger - das FilmFanFestival der Pfalz“ mit Kurzfilmen und Klassikerfilmen der frühen Filmgeschichte. Die Idee dazu entstand in der schrecklichen Zeit des Kulturlockdowns während der Corona -
Pandemie. Im kleinsten Rahmen habe ich kurze Filme gedreht, die „Tales of Coronien“, eine Miniserie von fiktionalen Kurzfilmen, die den täglichen Umgang mit Corona mit einem zwinkernden und einem kritischen Auge zeigen.

Zwei Frauen bei einer Filmaufnahme im Gespräch, eine hält eine Kamera, die andere trägt einen orangefarbenen Mantel und sitzt auf einem Stuhl, im Hintergrund sind Bilder und ein Fernseher.
Ein Poster für das Filmfestival 'FilmGugger' im Roxy-Kino in Neustadt an der Weinstraße, vom 6. bis 8. November 2025. Es gibt Informationen zu den Filmdarbietungen, wie Live-Musik, Wein, Snacks, Startzeiten für Kurzfilme, Filmgespräche und klassische Filme am Abend.

Worum geht’s in deinem Projekt?
Die FilmGugger sind ein Projekt zur Förderung der Filmkultur. Zeitgenössische Kurzfilme treffen auf legendäre Klassiker der Filmgeschichte. Das innovative Konzept des FilmGugger Kurzfilmfestivals besteht darin, kleine, junge, zeitgenössische Filmerzählungen mit den großen, unvergänglichen Themen der Filmgeschichte zu kontrastieren, zu verbinden und gegenüberzustellen.
Die Kombination von neuen Kurzfilmen mit ausgewählten Klassikerfilmen fängt auf einzigartige Weise den Zeitgeist ein und schlägt eine Brücke von der Geschichte zur Gegenwart. Die vergleichbaren Botschaften und Themen der Filme können unsere festgefahrene Denkstrukturen durchbrechen und neue Perspektiven auf die Welt von Heute eröffnen. Das Festival vereint so Neues und Altes, Geschichte und Gegenwart – ein Kino, das Erzählungen transportiert, die die Zeit überdauern und den Dialog zwischen Generationen, Kulturen und gesellschaftlichen Perspektiven fördert.

Was möchtest du mit deiner Veranstaltung bewegen?
Unser Ziel ist es, die Wahrnehmung für den jungen „kleinen“ Film als Kulturträger zu stärken und die gesellschaftliche Akzeptanz der Jugendkultur zu fördern. Das Filmfestival bietet dem Filmnachwuchs eine Bühne, wo sie zum ersten Mal vor Publikum ihre Kunst vorstellen können. Dazu werden auch Musiker eingeladen.
Die Jugendkultur braucht mehr Events und Begegnungsräume, die ihre Werte und Eigenheiten vermitteln, vor allem in Neustadt/Weinstraße. Kurzfilme sind heute das Schlüsselmedium der Jugend und die Sozialisationsinstanz der jungen Menschen (Youtube, TikTok, Instagram).

Kurzfilmfestivals aber bieten mehr als nur Filme: Sie schaffen Raum für Begegnung und Austausch, sie wirken der gesellschaftlichen Spaltung entgegen und holen junge Leute aus der Vereinzelung der Streaming- und Videoportale heraus.
Gleichzeitig wollen wir mit unserem Klassikerprogramm die Meisterwerke der Filmgeschichte in die Gegenwart zurückholen. Denn diese Filmerzählungen haben über Generationen hinweg ihre Bedeutung behalten. Sie sind nicht nur filmhistorisch bedeutsam, sondern greifen universelle menschliche Themen auf, die die gezeigten Werke zeitlos machen. Jede erzählte Filmgeschichte spiegelt uns unsere Welt. Im Kinosaal des Festivals erleben Menschen aller Alters- und Gesellschaftsklassen gemeinsam eine Kultur, die uns verbindet - und zwar auf Augenhöhe. Das FilmGugger Kurzfilmfestival wird so zur Erfrischungskur für die Demokratie.

Was war die größte Herausforderung bei der Umsetzung?
Die größte Herausforderung ist einerseits, ein Festival logistisch und finanziell zu stemmen, das 35 Filmemacher und Filmemacherinnen mit ihren zeitgenössischen Kurzfilmen zu Gast hat und gleichzeitig historische, wertvolle, zum Teil noch nicht digitalisierte Klassikerfilme präsentiert. Das übersteigt in der Regel die Kapazitäten einer kleinen ehrenamtlichen Gruppe. Heute ist es eine große Herausforderung, Menschen aller Altersklassen für ein gemeinsames Filmfestival zu begeistern. Dafür braucht es vielfältige Kommunikationswege: Von Social Media über Trailer und Pressearbeit bis hin zu klassischen Printmedien.

Dein Kulturtipp (Buch, Film, Ort)?
Als filmhistorischen Tipp würde ich Fritz Langs „Metropolis“ von 1927 empfehlen. Metropolis ist geprägt von archaischen Gegensätzen und allegorischen Motiven, verquickt mit Details aus Mittelalter, Gegenwart und visionärer Zukunft, das als Gesamtergebnis nicht nur ein industrielles Märchen sondern eine Allegorie eines ganzen Zeitaltes ist.
Als aktuellen Filmtipp „Hannah Arendt - Denken ist gefährlich“ von Chana Gazit, Maia E. Harris und Jeff Bieber, die mit Originalzitaten aus Arendt Essays und Briefen, sowie atmosphärischen Archivaufnahmen ein intimes Porträt einer Intellektuellen zeichnen, deren Leben von der Erfahrung des Hitlerfaschismus und des Holocausts geprägt war. Sollte momentan in allen Kinos laufen. Auf jeden Fall auch im Roxykino Neustadt/Weinstrasse.

Zwei Männer, die am Tisch sitzen, während sie sich die Hände reichen, im Freien unter Bäumen an einem Tisch im Restaurant oder Café, lachend und miteinander sprechend.

Wegbegleiter

Zwei junge Menschen, ein Junge mit lockigen Haaren und ein Mädchen mit lockigem roten Haar, halten eine Kamera und schauen zusammen auf das Display.

Regisseur Dominik Graf

Drei Menschen im Gespräch, eine Frau, ein Mann mit Brille, eine dritte Person nur teilweise sichtbar.

Franziska Schmidt

Zwei Menschen, ein Mann und eine Frau, lachen auf einer Bühne, der Mann hält ein Mikrofon, die Frau hält einen Blumenstrauß.

Alfred Biolek

Zwei freundlich lächelnde Personen sitzen in einem Bistro, die Frau trägt eine schwarze Lederjacke und die man trägt eine bunte, kreisförmige Hemd. Im Hintergrund sind Holzfenster und eine Tasche sichtbar.

Roxykinochef Michael Kaltenegger

Zwei Menschen sitzen auf Stühlen auf einer Bühne, einer spricht in ein Mikrofon und beide lachen. Der Hintergrund besteht aus blau beleuchteten Vorhängen.

Kabarettist Urban Priol

Zwei Menschen sitzen auf einer Bühne in Stühlen mit Armlehnen und halten Mikrofone. Sie lachen und sprechen miteinander. Es sind Bühnenvorhänge im Hintergrund, und Wasserflaschen sind auf dem Boden neben den Stühlen.

Filmemacher Christoph Lauenstein

Menschen bei einer Videoaufnahme oder einem Interview, umgeben von Kameras und Tonaufnahmegeräten in einem Raum mit Porträts an der Wand.

Pianist und Komponist Chris Jarrett

Zwei Frauen lachen im Park, im Hintergrund sind Bäume und andere Menschen.

Roger Kleiber Kamera & SFX

Ein Mann in einem Anzug steht in einem Weizenfeld, trägt eine Brille und hält ein Stück Holz. Im Vordergrund ist eine Kamera sichtbar.

Matthias Neuenhofer

Nahaufnahme eines Mannes mit dunklem Haar und Lichtblicken im Gesicht, der auf einen weiteren Mann schaut, der einen dunklen Kopf hat. Die Szene ist unscharf und dunkel.

Götz George

Ein lächelnder Mann mit kurzen grauen Haaren vor einem unscharfen, urbanen Hintergrund.

Ingo Hülsmann

Eine junge Frau mit roten Haaren sitzt an einer alten Steinmauer, hält eine Gitarre und schaut nach rechts.

Ricarda Moll

Schauspieler Ralph Herforth

Drehbuchautor Marcus Busch

Hartmut Runge Sound

Sarah Lee Guthrie - Songwriter

Nina Hoger + Annette Pisacane / Cameo Film

Gertrud und Franziska

Jörg Nellen

Ede Eber-Huber

Andreas Zickgraf - Kamera

Bernd Stoll Graphik-Designer

Traute Hoess

Johnny Irion

Adriane Moll

Drehbuchauszug zu “Meine Freiheit, Deine Freiheit, Unsre Freiheit - Eine Probe” im
Magazin für Literatur und Kultur 01/2024
Wir reden Mit! Teilhabe. Beteiligung. Demokratie.